Hobby-Imker Bernd Damian lebt seine Hingabe für Bienen aus
Allgemeine Zeitung
Bericht und Foto von Leon Pollok
Gewitterstimmung liegt in der Luft, das schmeckt den Bienen nicht. „Die sind heute gar nicht so gut drauf“, sagt Bernd Damian. Nervös schwirren hunderte Bienen um ihn herum, belagern seine nach Honig riechenden Hände, kreisen um seinen Kopf. „An manchen Arbeitstagen bekommt man auch mal ein paar Stiche ab.“ Damian spürt den Schmerz schon gar nicht mehr. Über 35 Jahre lang imkert er jetzt, ist Mitglied des Imkervereins Guldenbachtal. Das Imkern ist sein liebstes Hobby, mehrere Stunden pro Woche verbringt er bei den fleißigen Insekten.
Acht Bienenvölker besitzt er, jedes Volk besteht aus rund 30 000 Tieren. In diesem Jahr hat Damian rund 150 Kilo frischen Honig geerntet. „Honig steht bei uns immer auf dem Frühstückstisch.“ Die erste Erntephase hat der Imker hinter sich, im Mai hat er den Honig der Frühjahrsblüte geschleudert. In wenigen Tagen wird er den Sommerhonig ernten.
Nektar wird sechs- bis achtmal umgeschichtet
Damian öffnet die Beute – so nennen Imker den Bienenkasten – und schaut vorsichtig in das Getümmel. Mit viel Gefühl und unendlicher Ruhe zieht er eine Honigwabe heraus. Hunderte Bienen heften sich daran, wollen ihr Gut verteidigen. „Ich bin jetzt der Räuber, der Bär. Die Bienen brauchen den Honig als Nahrungsmittel über den Winter.“